Residenzen

Illustration: Silvia Wagner


Washing Rituals

Eine performative Untersuchung von Care-Arbeit, Stoff-/Körperlichkeit und kollektiver Handlungsmacht im öffentlichen Raum

Washing Rituals ist ein interdisziplinäres Performanceprojekt von Winnie Luzie Burz und Katarina Strasser. Ausgangspunkt ist die historische Figur der Waschfrau als Form weiblich konnotierter und gesellschaftlich marginalisierter Sorgearbeit. Das Projekt greift die körperliche Praxis des Waschens auf und untersucht, wie sich in gemeinschaftlicher Arbeit soziale Beziehungen, Rhythmen und Formen kollektiver Handlungsmacht herausbilden.

Im Zentrum des Residenzprojekts steht die Entwicklung eines großformatigen Textils, das als symbolische Bild- und Projektionsfläche weiblicher Arbeit fungiert. Wir experimentieren mit abstrakten Formen, Ornamentik und Symbolen. Der Stoff dient uns als künstlerisches Archiv und Medium für eine alternative Geschichtsschreibung.

Die abschließende Performance "Washing Rituals – Waschfrauen zwischen Care und Resistance" am 26.09. an der Dreisam, verlegt diese Fragen in den öffentlichen Raum. Der Fluss erscheint dabei nicht als Kulisse, sondern als ehemaliger Arbeitsort, der temporär zurückerobert wird. Das Publikum beteiligt sich am Waschprozess und wird Teil einer kollektiven Handlung, in der Care-Arbeit nicht dargestellt, sondern gemeinsam vollzogen wird.

Begleitend zur Residenz wird ein Chor aus Personen mit eigener Care-Verantwortung aus der Taufe gehoben. Historische Arbeiterinnenlieder treffen auf freie Vokalimprovisation und körperliche Arbeitsrhythmen. Parallel entsteht eine experimentelle Videoarbeit, die Motive wie Wasser, Stoff und Stimme aufgreift und die Performance in eine installative Form überführt.

Im Anschluss sollen das Textil sowie die Videoarbeit im Foyer das E-WERKS ausgestellt werden.

www.winnieluzieburz.de

www.cargocollective.com/katarinastrasser

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Residenzförderung des E-WERK Freiburg, gefördert vom Fonds Darstellende Künste.


Wir feiern dieses Jahr 30 Jahre Soziokultur im E-WERK.


Dieses Jubiläum möchten wir auch im Bereich Residenz und in den Darstellenden Künsten hervorheben. Für die Auswahl einer passenden Residenz, passender Residenzen, läuft gerade ein Auswahlprozess, gefördert vom Fonds für Darstellende Künste.

  • 2025: Flausen-Residenz | Tedious Work | "Klokunst Galerien"
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    Die Klokunst Galerien wurden während der Residency Toilets are... von Tedious Work im Juni und Juli 2025 gegründet. Toilets are... befasste sich mit freundlichen Dysfunktionalitäten und wie diese inspirierende Interaktionen zwischen Fremden in und um Toiletten herum anregen.

    Die Klokunstgalerien wurden als Testfeld für Tedious Works umfassendere Untersuchungen und Ambitionen für mehr Kunst in Toiletten eingerichtet und luden nun mehr Menschen dazu ein, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

    Die Klokunstgalerien waren kein neuer physischer Raum, sondern eher ein ideologischer. Sie sind eine Neukonzeption eines bestehenden nicht-künstlerischen Raums, nämlich der Toiletten und der umliegenden Flure im Untergeschoss des E-WERK Freiburg. Es gab drei neue Galerieräume: Galerie A war der offene Flurraum, Galerie B war die ehemalige Herrentoilette und Galerie C war die ehemalige Damentoilette. Es ist wichtig zu beachten, dass Galerie B und C zwar künstlerische Räume waren, aber funktional weiterhin als Toiletten für die Besucher des E-WERKs genutzt wurden. Alle Kunst, die in den Klokunstgalerien stattfand, musste daher die notwendige Funktion der Toiletten respektieren und hinterfragen, wie sie diese Anforderung erfüllen kann.

    Die Residenz Toilets are... wurde von der Residenzförderung des Fonds Darstellende Künste in Zusammenarbeit mit Flausen+ finanziert.
    Mehr zu: Tedious Work


    -- English Version

    The Klokunstgalerien (Toilet Art Galleries) were founded during the residency Toilets are... by Tedious Work in June & July 2025. Toilets are... concerned itself with friendly dysfunctionalities and how they instigate inspiring interactions between strangers in and around the toilets.

    The Klokunstgalerien were established as a testing ground for Tedious Works wider investigation and ambitions for more art in toilets and stand now as a invitation for more people to become engaged in this topic.

    The Klokunstgalerien are not a new space physically, but rather ideologically. They are a re-imagining of an existing non-artistic space i.e. the toilets and surrounding corridors in the basement of E-WERK Freiburg. There are three new gallery spaces: gallery A is the open corridor space, gallery B is the former mens toilet and gallery C is the former women’s toilet. It is crucial to note that gallery B and C, whilst being artistic spaces, remain functionally as toilets to be used by visitors to E-WERK. All art that takes place in the Klokunstgalerien thus needs to respect the necessary function of the toilets and question how it intersects this requirement.

    The residency Toilets are… was funded by Residenzförderung of Fonds Darstellende Künste in cooperation with Flausen+.
    More about: Tedious Work