Installation view, Hanna Stiegeler, Ext. I, Galerie für Gegenwartskunst E-WERK, 2026 © Marc Doradzillo. Courtesy the artist
Im Rahmen der Ausstelung von Hanna Stiegeler Ext. I setzt sich der Forscher und interdisziplinäre Künstler Danesh Ashouri mit der sich wandelnden Verbindung zwischen Mensch und Maschine auseinander.
Sein Vortrag widmet sich der Frage, wie technologische Entwicklungen heute in das menschliche Leben eingreifen und es transformieren können. Ausgehend von der Prothese als historischer Form des funktionalen Ersatzes, als Objekt, das eine Leerstelle füllt, jedoch vom Geist und der Biologie getrennt bleibt, richtet Ashouri den Blick auf gegenwärtige und zukünftige Formen der Integration.
Im Zentrum steht die Idee einer direkten Schnittstelle zwischen Körper, Gehirn und Maschine. Was geschieht, wenn Bewegung nicht nur ersetzt, sondern neu initiiert wird? Wenn Empfindung rekonstruiert werden kann? Wenn neuronale Aktivität zur Interaktion mit technischen Systemen führt? Zwischen Wiederherstellung, Erweiterung und Imagination eröffnet sich ein Feld, in dem sich die Grenzen zwischen Organischem und Technologischem zunehmend verschieben.
Ashouri promovierte 2020 in Neurotechnologie an der Universität Freiburg (IMTEK). Seitdem beschäftigt er sich mit Brain-Computer-Interfaces und neuronalen Implantaten. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung neurotechnologischer Systeme zur Behandlung und Unterstützung verschiedener neurologischer Erkrankungen und Verletzungen. Dabei untersucht er, wie motorische Funktionen und sensorische Wahrnehmung technisch unterstützt oder teilweise wiederhergestellt werden können.